Warum wird der Kaffee in meiner Siebträgermaschine trotz richtiger Bohnen bitter?

Warum wird der Kaffee in meiner Siebträgermaschine bitter?

Ein frischer, perfekt zubereiteter Espresso aus der Siebträgermaschine – das ist der Traum vieler Kaffeeliebhaber. Doch statt eines vollmundigen Aromas kommt ein bitterer Geschmack heraus, obwohl die Bohnen eigentlich hochwertig sind? Keine Sorge, du bist nicht allein mit diesem Problem. Bitterer Kaffee kann viele Ursachen haben, und oft liegt es an kleinen Details in der Zubereitung. Hier erfährst du, woran es liegen könnte und wie du es vermeiden kannst.

Die häufigsten Ursachen für bitteren Kaffee

Es gibt einige Fehlerquellen, die dazu führen können, dass dein Kaffee nicht so schmeckt, wie er sollte. Hier sind die häufigsten Gründe:

  • Zu feiner Mahlgrad
    Wenn das Kaffeepulver zu fein gemahlen ist, wird das Wasser zu lange durch das Kaffeemehl gedrückt. Das Ergebnis: Überextraktion – und genau die sorgt für die unerwünschte Bitterkeit.
  • Zu heißes Wasser
    Die perfekte Brühtemperatur liegt zwischen 90 und 96 Grad Celsius. Ist das Wasser heißer, lösen sich zu viele Bitterstoffe aus dem Kaffee.
  • Zu lange Extraktionszeit
    Ein Espresso sollte in etwa 25–30 Sekunden durchlaufen. Dauert es länger, wird mehr Kaffee extrahiert als gewünscht, und die Bitterstoffe dominieren.
  • Zu hoher Druck oder falsche Tampertechnik
    Wenn du das Kaffeemehl zu stark oder zu schwach andrückst, kann das den Wasserdurchfluss beeinflussen und zu einer Überextraktion führen.
  • Schlechte oder alte Kaffeebohnen
    Auch wenn deine Bohnen eigentlich hochwertig sind – wenn sie falsch gelagert oder zu alt sind, schmeckt der Kaffee bitter.
  • Falsches Verhältnis von Kaffee zu Wasser
    Zu viel Kaffee auf zu wenig Wasser bedeutet, dass mehr Bitterstoffe extrahiert werden.

Mahlgrad: Die feine Kunst des richtigen Kaffeepulvers

Einer der häufigsten Gründe für bitteren Kaffee ist der Mahlgrad. Wenn du das Gefühl hast, dass dein Kaffee oft zu bitter schmeckt, teste einfach mal eine etwas gröbere Mahlung. Idealerweise sollte das Kaffeepulver für die Siebträgermaschine eine Konsistenz haben, die an feinen Sand erinnert – nicht zu grob, aber auch nicht so fein wie Puderzucker.

Ein kleiner Tipp: Wenn du einen Doppio (doppelten Espresso) zubereitest, kann sich eine leichte Anpassung des Mahlgrads bereits deutlich auf den Geschmack auswirken. Teste es mit kleinen Veränderungen, um die perfekte Balance zu finden.

Wasserqualität: Oft unterschätzt, aber entscheidend

Hast du schon mal über dein Wasser nachgedacht? Hartes Wasser mit einem hohen Kalkgehalt kann nicht nur deine Maschine beschädigen, sondern auch den Geschmack negativ beeinflussen. Falls dein Kaffee immer bitter schmeckt, probiere es mal mit gefiltertem Wasser oder stillem Mineralwasser mit einem mittleren Mineralstoffgehalt.

Auch die Brühtemperatur spielt eine wichtige Rolle. Ist dein Wasser heißer als 96 Grad, lösen sich vermehrt Bitterstoffe. Wenn du eine Siebträgermaschine ohne Temperaturregelung hast, lass das Wasser nach dem Aufheizen ein paar Sekunden ruhen, bevor du den Espresso beziehst.

Frische Bohnen, besserer Geschmack

Hochwertige Bohnen sind das A und O, aber wusstest du, dass auch die Röstung eine Rolle spielt? Besonders dunkel geröstete Bohnen enthalten mehr Bitterstoffe als hellere Röstungen. Falls dein Kaffee oft bitter schmeckt, probiere mal eine mittlere oder helle Röstung.

Und noch ein kleiner Trick: Lagere deine Bohnen immer in einer luftdichten Dose und vermeide direkte Sonneneinstrahlung. So bleiben sie länger frisch und aromatisch.

Die perfekte Extraktionszeit finden

Die ideale Extraktionszeit für einen Espresso liegt zwischen 25 und 30 Sekunden. Läuft der Espresso zu schnell durch, schmeckt er oft sauer. Läuft er zu langsam, wird er bitter. Falls deine Durchlaufzeit nicht stimmt, überprüfe den Mahlgrad und das Tampen. Ein gleichmäßiger Druck beim Andrücken des Kaffeepulvers sorgt für eine optimale Extraktion.

Tipp: Falls dein Espresso zu bitter ist, versuche es mit einer Extraktionszeit von etwa 25 Sekunden. Falls er dann zu sauer wird, kannst du die Zeit schrittweise anpassen.

Reinigung und Pflege der Maschine nicht vergessen

Alte Kaffeereste in der Maschine können ebenfalls zu einem bitteren Geschmack führen. Fette und Öle aus dem Kaffee setzen sich mit der Zeit in der Brühgruppe ab und beeinflussen den Geschmack negativ. Eine regelmäßige Reinigung der Maschine, des Siebträgers und der Brühgruppe kann hier Abhilfe schaffen.

Einmal pro Woche solltest du die Brühgruppe mit klarem Wasser durchspülen, und alle paar Wochen ist eine gründliche Reinigung mit speziellem Kaffeefettlöser sinnvoll. Vergiss auch nicht, regelmäßig zu entkalken – besonders, wenn du in einer Region mit hartem Wasser lebst.

Fazit: So schmeckt dein Espresso perfekt

Bitterer Kaffee ist kein Schicksal, sondern oft nur eine Frage der richtigen Technik und Pflege. Mit ein paar kleinen Anpassungen kannst du den Geschmack deines Espressos deutlich verbessern. Überprüfe den Mahlgrad, die Wassertemperatur und die Extraktionszeit, und achte auf die Qualität deiner Bohnen. Und falls du dir unsicher bist – einfach ausprobieren und den Geschmack selbst testen. 😊

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